Pilotprojekt FeNo-Messung für zuhause

Einfache Selbstkontrolle der Atemwegsentzündung bei allergischem Asthma


Menschen mit Asthma bronchiale können dank moderner Medikamente ein beschwerdefreies oder zumindest beschwerdearmes Leben führen. Allerdings spielt bei viele Betroffenen kontinuierliches Selbstmonitoring eine wichtige Rolle für das erfolgreiche Krankheitsmanagement. Vor allem bei Patienten mit instabilen Verläufen und häufigen Exazerbationen gehört die regelmäßige Bestimmung der Atemwegsweite mit dem Peak-Flow-Meter (PFM) zur Alltagsroutine. Inzwischen ist dies jedoch nicht mehr die einzige Möglichkeit, den Zustand der eigenen Lunge im häuslichen Umfeld einzuschätzen. Die 4sigma GmbH testet aktuell in Kooperation mit einer großen privaten Krankenversicherung und dem Hersteller, der Bosch Healthcare Solutions, das weltweit erste FeNO-Messgerät für den Heimgebrauch. Es bestimmt direkt den Entzündungsgrad der Atemwege und bietet insbesondere Menschen mit einem allergischen Asthma zusätzliche Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung. 

FeNO – Entzündungsmarker im Atem

FeNO steht für fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid (NO). Bereits in den 70er Jahren stellte man fest, dass NO in der Lunge freigesetzt wird, wenn dort Entzündungsprozesse ablaufen, wie sie beispielsweise typisch für ein allergisches Asthma sind. NO ist ein Vaso- und Bronchodilatator, der überwiegend von den Epithelzellen der Lunge gebildet wird und dort u. a. die Weiterstellung der Blutgefäße sowie der Bronchien bewirkt. Erwiesen ist der direkte Zusammenhang zwischen der NO-Konzentration in der Ausatemluft und dem Ausmaß der Entzündung in den Atemwegen – je höher der NO-Gehalt, desto schwerwiegender die Inflammation

Die FeNO-Messung ist heute eine anerkannte Methode der pneumologischen Diagnostik und Verlaufskontrolle. Denn der Atemgastest ist einfach durchführbar, kostengünstig und liefert schnell präzise reproduzierbare Messwerte, die es den behandelnden Ärzten erlauben, 

  • das Vorliegen einer allergische Komponente mit Hyperreagibilität der bronchialen Schleimhaut zu bestätigen bzw. auszuschließen,
  • den Nutzen einer Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden abzuschätzen und passgenau die optimale Wirkstoffdosis zu bestimmen,
  • das Risiko für Rückfälle und Exazerbationen bei schwer verlaufendem Asthma genauer und schneller vorherzusagen als durch eine Lungenfunktionsprüfung.

Von der Arztpraxis in den Alltag: erstes FeNo-Messgerät für Patienten

Vorbeugen ist die beste Strategie, heißt es. Doch mögliche Auslöser (z. B. Pollen- oder Schadstoffbelastung), die bei einem allergischen Asthma Atemnot oder Husten verstärken können, lassen sich nicht immer vermeiden. Die engmaschige FeNO-Messung kann dann helfen, eine drohende Verschlechterung frühzeitig aufzuzeigen – und zwar bereits lange bevor spürbare Beschwerden auftreten und deutlich eher als die Peak-Flow-Kontrolle. Sie verschafft Patienten damit einen entscheidenden Zeitvorsprung, um bei auffälligen Werten zeitnah Rücksprache mit dem Arzt zu nehmen und die Atemwege durch (vorübergehende) Anpassung der Medikation wieder zu stabilisieren.  Deshalb: Mit der Entwicklung des innovativen FeNO-Atemtestgeräts für den Heimgebrauch (Vivatmo me) steht Patienten nun ein zusätzliches wertvolles Frühwarnsystem zur Verfügung, mit dem sie ihre Erkrankung leichter beherrschen und bewältigen können.



Das bietet das FeNO-Messgerät für zuhause:

Die Messung ist ein einfacher Atemtest, der den Patienten nicht belastet und sich problemlos in den Tagesablauf integrieren lässt.

Das Gerät ist handlich, durch kabellosen Betrieb überall einsetzbar und mit etwas Übung problemlos zu bedienen.

Während der Messung gibt eine LED-Anzeige direktes Feedback zur richtigen Anwendung und Atemtechnik.

FeNo-Messung mit vivatmo me

Das Ergebnis ist innerhalb weniger Sekunden verfügbar und kann mit Hilfe eines leicht verständlichen Ampelschemas bewertet werden.

Die Messwerte können per Bluetooth an die zugehörige App auf dem Smartphone übertragen und in ein digitales Asthma-Tagebuch eingepflegt werden.

Die gespeicherten Daten lassen sich kompakt aufbereitet an den behandelnden Arzt zur Beurteilung des Therapie- und Krankheitsverlaufs weitergeben.



Für eine optimale Asthmakontrolle: FeNO-Selbstmessung plus Patientencoaching

Ihre aktuellen Peak-Flow- und FeNO-Werte zu kennen, ist für Menschen mit Asthma ein wichtiger erster Schritt, um die Erkrankung auf Dauer unter Kontrolle zu halten. Sie müssen aber auch in der Lage sein, die zu Hause ermittelten Daten richtig einzuordnen und daraus geeignete Maßnahmen in Hinblick auf die Therapie und Vorbeugung abzuleiten. Dafür benötigen sie gezielte Schulung und ausführliche Beratung. Daher werden alle Teilnehmer an dem Pilotprojekt 12 Monate lang durch einen persönlichen Gesundheitsexperten der 4sigma GmbH begleitet. Regelmäßige Telefoncoachings geben dem Patienten die Gelegenheit, individuelle Fragen zu klären und seinen Gesundheitszustand bzw. die Messergebnisse der Selbstkontrollen mit seinem Berater zu besprechen. Zusätzlich erhält er in den Gesprächen praxisnahe Informationen zur Erkrankung im Allgemeinen, zur Medikation sowie zu Strategien der Notfallprophylaxe. Diese bedarfsgerechte Aufklärung in Kombination mit der innovativen FeNO-Heimmessung stärkt das Wissen und die Eigenkompetenz des Patienten, festigt seine Compliance bzw. Adhärenz und befähigt ihn zur aktiven Mitgestaltung der ärztlichen Behandlung. 


Weitere Informationen zu der häuslichen FeNO-Messung mit vivatmo me finden Sie hier